Heilige Katze von Burma

Edel sind viele Katzen, aber «heilig» ist nur eine!

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Geschichte

Erst in jüngerer Zeit ist diese Katze in Europa aufgetaucht, ihr Ursprung ist noch immer von Geheimnissen umweht. Man vermutet den Ursprung dieser Rasse in Südostasien. Engländer Major Gordon Russell und sein freund August Pavie sollen aus Birma ein Katzen-Pärchen aus dem sogenannten Lao-Tsun- Tempel mitgebracht haben. Der Kater überlebte die Reise nicht aber das Weibchen- Sita bekam Jungen. Eins davon sollte Poupee de Madalpour (1928) sein, eine Seal-Point-Birmakatze.

Poupee de Madalpour 1928 
Poupee de Madalpour, 1928
(Photo © The Secrets of the Sacred Cat of Burma book)

Eine gewisse Madame Leotardi in Südfrankreich soll die Besitzerin der Puppe von Madalpur gewesen sein, die 1926 in Paris ausgestellt wurde. Deren aus Birma stammende Eltern sollen ihr von einer Madame Thadde-Haddish geschenkt worden sein.

Die Anerkennung als Rasse erfolgte in Frankreich im Jahre 1925 – in Zuchtbüchern lässt sich der Ursprung bis ins Jahr 1915 zurückverfolgen.

Dieu d'Arakan, 1931
Dieu d'Akaran, 1931
(Photo © The Secrets of the Sacred Cat of Burma book)

Um 1930 war Dieu d'Arakan, ein Seal Point -Kater, war der Star auf den Ausstellungen. Dieses Foto zeigt der Dieu d'Arakan im Jahre 1931. Sein Besitzer war M. Baudoin- Crevoisier, zu dieser Zeit sehr bekannter Heilige-Birma Züchter. Später Dieu d'Arakan, zusammen mit 6 anderen Birma-Kitten war an Prinzessin Ratibor verkauft. Nach ihrem Tod hat sie die Katzen dem Herzog d'Aosta hinterlassen. Er übergab seine Rechte der Gräfin Giriode Panissera. Durch sie ist die Rasse weltweit bekannt geworden.
Rasse war im Krieg dem Aussterben nahe gewesen aber M. Baudoin- Crevoisier hat es geschafft einige Katzen zu erhalten. Sein Kater Champion Orlaff de Kaabaa und seine Katze Xenia de Kaabaa wurden zur Grundlage der Zucht der Heiligen Birma nach dem Krieg. Um die Inzucht in Grenzen zu halten wurden Colourpoint- Perser eingekreuzt.
In 1950 erhielt die Rasse dann zur Vermeidung von Verwechslungen mit den Burmesen (so lautet die englische Form des Adjektivs zu Birma) die Bezeichnung Heilige Katze von Birma.

Aria de Kaabaa, 1957
Aria de Kaabaa, 1957
(Photo © The Secrets of the Sacred Cat of Burma book)

In Deutschland die Zucht der Heiligen Birma wurde von Hanna Kreuger Cattery "von Frohnau" und Liselotte von Warner Cattery "von Irak" auf die Beine gestellt. Die erste aktenkundige Heilige Birma in Deutschland war der Kater „Timour de Madalapour“, von dem 1933 ein Bild erschien. Zusammen mit Nachkommen von Orloff und Xenia bildeten die Catteries "von Frohnau" und "von Irak" nach dem Zweiten Weltkrieg der Kern des Zuchtbestandes. In USA wurde die Birma erst im Jahre 1959 eingeführt. Dr Siepel von Cattery "of the Janacques" importierte den Kater "Irrouaddi du Clos Fleuri" Im 1967 wurde die Rasse vom US-amerikanischen Verband anerkannt.

In Enland enreisde die Birma im Jahr 1964 mit einem Kater und zwei Katzen gesendeten aus Frankreichzu Elsie Fisher und Margaret Richards zu ihrer gemeisamen Cattery "Pranjoti" Im 1966 hat der englische Zuchtverband der Rasse seine Anerkennung ausgesprochen.
Quelle:

SIMONE POIRIER, GISELE BARNAY, English Edition by ALWYN HILL, "The Secrets of the Sacred Cat of Burma"



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Legende

Die Legende der "Heiligen Katze von Birma" erklärt auch, wie diese schönen Tiere zu ihrem Namen gekommen sind. Vor langer Zeit lebte Mun Ha, der ehrwürdige Abt der Kittha-Mönche, im Tempel Lau Tsun am Fuße des Lugh-Gebirges. Mun Ha hatte einen goldenen Bart, von dem man sagte, der Gott Song-Hio persönlich habe ihn geflochten. Alle Kittha-Mönche hatten ihr Leben der Göttin Tsun-Kyankze geweiht, die saphirblaue Augen hatte und als Göttin der Seelenumwandlung verehrt wurde. Mun Ha besaß einen Kater namens Sinh. Sinh hatte einen weißen Körper, bernsteingelbe Augen und seine Ohren, seine Nase, sein Schwanz, seine Pfoten und seine Beine waren dunkel wie der Boden. Die dunklen Farben deuteten die Mönche als Zeichen des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührte. Der Abt Mun Ha verstarb zu einem Zeitpunkt, als die Mönche von feindlichen Stämmen aus Siam angegriffen wurden; die Kittha-Mönche waren nun in dieser gefährlichen Situation ohne Führung. Doch dann geschah ein Wunder: Als der Kater Sinh vor den Altar der Göttin sprang und ihre Augen das Tier erblickten, wanderte die Seele des verstorbenen Abts, um in dem Kater weiterzuleben. Die Augen des Katers verfärbten sich so dunkelblau wie die der Göttin, sein Fell wurde goldgelb und seine Pfoten färbten sich als Zeichen der Reinheit blütenweiß. Sinh lebte noch sieben Tage in dem Tempel bevor er starb und die Seele des Abts Mun Ha mit sich nahm. Er brauchte nicht zurück auf diese Welt, da er den Zustand der Vollkommenheit erreicht hatte. Nach weiteren sieben Tagen versammelten sich die Mönche im Gebet vor der Statue der Göttin um sie um Hilfe für die Wahl eines Nachfolgers für Mun Ha zu bitten. Noch während des Gebetes kamen alle Katzen des Tempels herbei. Sie alle hatten die nun gleiche Gestalt angenommen, wie Sinh – blaue Augen, goldgelbes Fell und, als Zeichen ihrer Reinheit, weiße Pfoten. Die Katzen umringten lautlos den jüngsten der Kittha-Mönche und machten ihn so zum Nachfolger des Abtes Mun Ha. Stirbt eine heilige Katze im Tempel Lau Tsun, so nimmt sie die Seele eines verstorbenen Kittha-Mönchs mit, die so für immer Eingang ins Paradies findet und ihren Platz an der Seite des Gottes Song Hoi, dem Gott alles Goldenen einnimmt. Aber wehe dem, der eine solche Katze tötet – er wird tausend Qualen erleiden, bis die Seele, die in dieser Katze wohnte, ihm verzeiht.
Im Jahre 1914 sandten Priester Major Gordon Russell, der ihnen zur Flucht aus Tibet geholfen hatte, zwei dieser Katzen als Geschenk nach Frankreich. Das Weibchen dieses Paares bekam dann Jaunge und trug dadurch wahrscheinlich dazu bei, diese Rasse im Westen zu begründen.
Quelle: Desmond Morris, Rassekatzen, Heyne, München 1999, ISBN 3-453-15355-3



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Charakter

Das Beste an einer Birma Katze ist unbestritten ihr einmaliger Charakter!
Sie ist mehr auf den Menschen als auf ihre Umgebung fixiert. Bei den meisten anderen Katzenrassen ist es umgekehrt. Eine Birma ist recht unkompliziert und passt sich ihrem Menschen an. Sie ist sehr menschenbezogen und folgt ihren Lieben auf Schritt und Tritt. Sie vertragt sich mit Allem und Jeden, ist sehr vorsichtig und schließt schnell Kontakte. Sie ist sehr kinderlieb und anhänglich, bisweilen sogar aufdringlich. Sie wird immer in der Nähe „ihres“ Menschen sein. Ihren Aufforderungen nach Schmuseeinheiten sollte man lieber gleich nachgeben – sie gewinnt ja doch. Man könnte sie zwischen Perser und Siam einordnen. Sie ist ruhig, ausgeglichen, weder passiv noch überschwänglich. Mit ihrer gesitteten und angenehmen Art gliedert sie sich perfekt in die Familie ein. Sie geniesst nicht nur das Leben mit Erwachsenen, sie ist spielfreudig und daher ein guter Gefährte für Kinder. Als ideale Familienkatze ist sie sehr sanft und bis ins hohe Alter verspielt.
Aber sie liebt auch Ruhe und Frieden. Die Birmakatze liebt das häusliche Leben, die Regelmäßigkeit und die Bequemlichkeit, sie ist beständig in ihren Gewohnheiten und ihrer Zuneigung. Sie ist sanft, anhänglich (insbesondere die Kater), etwas sehr besitzergreifend. Ihr Herrchen möchte sie am liebsten für sich allein haben. Gleichgültigkeit und erst recht Alleingelassenwerden erträgt sie nicht. Verreist man - sollte man sie lieber mitnehmen. Wenn Sie aus beruflichen Gründen oft nicht zu Hause sein sollten, empfiehlt es sich zwei Katzen zu halten oder auf ein Birmchen zu verzichten.
Sie ist eifersüchtig und braucht das Gefühl beachtet zu werden. Zu den Besonderheiten zählt, dass sie bei Freude den Schwanz geringelt wie ein Eichhörnchen auf dem Rücken trägt. Im Freien erweist sie sich als robust und sportlich, sie ist ein sehr guter Jäger.



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Hinweise zur Haltung

Das halblange Fell ist sehr pflegeleicht. Ihr Haarkleid ist von seidige Struktur und nur mit sehr wenig Unterwolle ausgestattet, deshalb neigt es nicht zum Verfilzen und braucht nur ab und zu mal gebürstet zu werden. Birma hat weder mit tränenden Augen noch mit Figurproblemen zu kämpfen. Sie ist eine problemlose, gesunde und ausgeglichene Katze.



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Beschreibung

Die Birma ist eine stämmige, mittelgroße Katze mit kräftigen Beinen. Sie gehört zu den Semilanghaarkatzen - Halblanghaarkatzen. Das seidenweiche, goldene Fell ist von einer ganz anderen Struktur als das der übrigen Langhaarkatzen; es hat nur wenig Unterwolle, verfilzt überhaupt nicht und ist einfach zu pflegen. Dabei haben oft die Kater die prächtigsten Halskrausen, dicke Höschen und buschige Schwänze.
Das Fell ist lang bis halblang, kurz im Gesicht, an den Wangen allmählich länger, am Rücken und an den Flanken lang.
Die Birma hat einen kräftigen Kopf mit bemerkenswert schönen saphirblauen Augen. Die Farbschläge der Birma schliessen die ursprüngliche, "heilige" Seal-Point ein. Sie gehört zu den Pointkatzen, d.h. dass bei ihr nur die kühleren Körperpartien ausgefärbt sind. Die Färbung beschränkt sich also auf das Gesicht, die Ohren, den Schwanz und die Beine. Der restliche Körper sollte elfenbeinfarben sein. Man muss allerdings berücksichtigen, dass gerade bei den Farben Seal und Blue der Farbton des Körperfells im Erwachsenenalter nachdunkelt.
Die Heilige Birma ist die einzige Katze mit "Handschuhen". Alle vier Pfoten müssen reinweiß sein, aber nur in Höhe der Zehenknochen - also ganz vorne an der Fußspitze. Die Handschuhe sollten gleichmäßig lang und möglichst symmetrisch sein. An der Rückseite der Hinterbeine kommen noch die weißen Sporen dazu. Exemplare mit genau diesem Merkmal zu erhalten ist wahrlich nicht einfach.

KopfBreit und kräftig, ziemlich rund. Etwas länger als breit. Stirn leicht gewölbt. Wangen voll, hohe, hervortretende Backenknochen. Römische Nase, mittellang, mit ausgeprägtem Stopp (4), ohne Stop (1). Mäulchen gut entwickelt. Kinn stark und fest.
OhrenVon mittlerer Größe, an den Spitzen abgerundet, mäßig bis weit auseinander stehend, leicht geneigt. Innenseite gut behaart.
AugenGroß, nahezu rund, weit auseinander gerückt. Farbe: Blau, möglichst dunkel.
HalsVon mittleren Maßen, recht muskulös.
KörperbauZiemlich lang, recht schwer (Semi-Cobby). Starker Knochenbau, kräftige, feste Muskulatur.
BeineVon mittlerer Länge, kräftig, schwere Knochen, viele Muskeln. Pfoten rund, fest. Haarbüschel zwischen den Zehen.
SchwanzMittellang, Schwanzhaltung: aufgerichtet. Buschiger Schweif.
FellSeidige Haare, halblang bis lang (an der Halskrause, am Körper, an den Flanken und am Schwanz). Kurz im Gesicht und an den Gliedmaßen. Wenig Unterwolle. Pigmentiert, wie bei Siamkatzen, nur an den Extremitäten oder Points (Maske, Ohren, Beine und Schwanz).
FellfarbeEs muss ein deutlicher Kontrast zwischen Farbe des Körpers und Farbe der Points vorhanden sein. „Handschuhe": Die weiß gefärbten äußersten Spitzen der Pfoten. Die „Handschuhe" von absolut reinem Weiß müssen am Gelenk oder am Übergang von den Zehen zum Mittelfuß aufhören, sie dürfen nicht darüber hinausgehen. An den Sohlen der Hinterpfoten enden die „Handschuhe" V-förmig spitz etwa auf halber Entfernung oder zwei Drittel der Entfernung vom großen Ballenpolster zur Fußwurzel.Dunkle Abzeichen können auftreten als:Seal Point (dunkelbraun),Chocolate Point (Farbe von Milchschokolade), Blue Point (graublau), Lilac Point (rosa-stahlgrau), Red Point (rot), Cream Point (cremefarben). Das übrige Fell ist weiß bis cremefarben. Die Ballenpolster sind rosa bzw. rosa mit Farbpoints. Die Kätzchen sind bei der Geburt nahezu ganz weiß. Points und „Handschuhe" entwickeln sich erst im Alter von 1 bis 2 Monaten. Erst beim ausgewachsenen Tier erscheinen die endgültigen Farben der Abzeichen und des Körpers. Das Fell dunkelt mit zunehmendem Alter nach.
ZuchtvermerkErlaubte Paarungen mit anderen Rassen: keine.(1) F.I.Fe (2) L.O.O.F. (3) C.F.A. (4) T.I.C.A.
Unerwünschtein reinweisser Fleck oder einfarbiger Fleck auf Brust oder Bauch.
Fehler
(die das Champion-Zertifikat (CAC) ausschliessen)
-weiss, das an den Vorder- oder Hinterpfoten hoch hinaufläuft
-weisse Flecken in den farbigen Teilen oder umgekehrt
-weisse Flecken im Genitalienbereich>
-fehlende Sporen
-eine Zehe ohne „Handschuh"
Punkteskala
Körper
Kopf und Augen
Körperfarbe und Points
Handschuhe vorn
Handschuhe hinten
Sporen
Gleichmässigkeit (Handschuhe)
Schwanz
Fell
Kondition

Total
20 Punkte
20 Punkte
15 Punkte
5 Punkte
5 Punkte
5 Punkte
5 Punkte
10 Punkte
10 Punkte
5 Punkte

100 Punkte
Fife Farbcode
seal pointSBI n
blue pointSBI a
chocolate pointSBI b
lilac pointSBI c
red pointSBI d
cream pointSBI e
seal tabby pointSBI n21
blue tabby pointSBI a21
chocolate tabby pointSBI b21
lilac tabby pointSBI c21
red tabby pointSBI d21
cream tabby pointSBI e21
seal tortie pointSBI f
blue tortie pointSBI g
chocolate tortie pointSBI h
lilac tortie pointSBI j
seal tortie tabby pointSBI f21
blue tortie tabby pointSBI g21
chocolate tortie tabby pointSBI h21
lilac tortie tabby pointSBI j21

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