Zu teuer?

Wenn jemand Ihnen sagt, dass ein Rassekätzchen schon für 250-300 Euro zu haben ist, seien Sie versichert, dass das Tier aus einer Hinterhofzucht stammt!
Kosten, die ein gewissenhafter, daher auch registrierter Züchter in seine geliebten Tiere reinsteckt können mit solchen Spotpreisen nicht gedeckt werden.

Muss man seine Hobbyzucht unbedingt registrieren lassen um gewissenhaft zu züchten?
Ja!

Wer sich als vermeintliche "Hobbyzüchter" angibt und damit prallt, dass seine Preise deshalb niedriger sind, weigert sich mit seiner Mitgliedschaft bei einem anerkannten Katzenverein seinem Zuchtbestimmungen zu unterlegen. Das bedeutet, dass er seine Katzen so oft decken lassen kann wie es ihm lieb ist und arme Tiere mit größter Sicherheit als Gebärmaschine missbraucht werden. Seien Sie versichert! Um Tiere zu solchen Preisen anbieten zu können wird man an allem möglichen sparen.

Zu kurz kommt an der ersten Stelle die tierärztliche Vorsorge mit allen nötigen Tests, die an Zuchttieren vor der Deckung durchgeführt werden müssen. (Es sind Blutuntersuchungen und Abstriche von beiden Elterntieren notwendig) Es werden Zuchtuntaugliche Tiere, die nie von einem Richter bewertet worden um festzustellen ob sie dem Rassestandard entsprechen, planlos vermehrt. Man achtet nicht auf das Wesen des Tieres. Es spielt doch keine Rolle ob es unleidig, aggressiv oder scheu ist. Hauptsache es bringt Nachwuchs. Rassespezifische Tests auf mögliche genetische, versteckt übertragbare Erkrankungen werden nie gemacht. Dabei könnte sein, dass das Tier selbst völlig gesund ist aber gleichzeitig ein so genannter "Träger" von einem mutierenden Gen ist, der bei dem Nachwuchs eine unheilbare Krankheit auslöst.

Partnerwahl ist unwichtig. Inzucht? Egal. Wer wird das ganze nachvollziehen können? Es sind doch keine schriftliche Nachweise wie zbs. Stammbaum, vorhanden.
Futter? Möglichst billig.
Vitamine? Enwurmugskuhren und unterstützende Homöopathische Mitteln? Geburtsvorsorge?
Spielzeug, Schlafplätze? Kratzbäume, Auslauf? Literatur rund ums Genetik und Züchten? Genetikseminare?

Man spart ja einiges! Mann spart an seinen Tieren!

Wenn Sie sich für einen Billigkauf entscheiden, unterstützen Sie das Unheil und werden an Leiden missbrauchten Tiere Mitschuld tragen.

Lea's Geschichte

Fragen Sie den vermeintlichen Züchter ob seine Zucht registriert ist. Und, wenn Sie als Antwort "Nein" bekommen und als Grund "dafür kann ich meine Katzen billiger verkaufen" glauben Sie es nicht.
Eine Mitgliedschaft kann man in manchen Vereinen schon ab 30 Euro im Jahr beantragen. Ein Stammbaum für ein Kätzchen kostet ca. 15 Euro. Eine Katze ein Mal auf einer Ausstellung richten zu lassen um ihre Zuchttauglichkeit zu bestätigen kostet weitere 25-30 Euro -eine einmalige Ausgabe. Damit spart man wirklich nicht viel! Überlegen Sie sich was Sie glauben sollen.

Lassen Sie sich nicht mit einem Wortspiel hinter das Licht führen!

Schwarzzüchter bezeichnen sich sehr gerne als "Hobbyzüchter". Dabei ist Hobbyzucht und Schwarzzucht nicht dasselbe!
Eine Hobbyzucht ist eine REGISTRIERTE Zucht die im Besitz von nicht mehr als 5 potenten Tieren ist. Mit mehr als 5 potenten Tieren in der Zucht, egal ob Kater oder Katzen, muss man sich beim Vetamt als eine gewerbliche Zucht registrieren lassen.

Lesen Sie auch
Auszüge eines Berichtes der Zeitschrift Katzen extra, Heft 3/99 von Ingo Faustmann



Nachtrag


Was man als gewissenhafter Züchter in sein teueres Hobby investiert

Vor der Geburt der Kitten


- Wir züchten nur mit sorgfältig ausgesuchten, gesunden, typvollen und wesensfesten Tieren die von mehreren Richtern auf Katzenausstellungen gerichtet und prämiert worden sind und berechtigt sind verschiedene Champion Titel zu tragen. (Kosten für Zuchttiere, Kosten für Richterbewertungen)

- Wir sind Mitglieder in einem anerkannten Katzenverein und in dem Birma Club Deutschland und unterwerfen uns strengen Zuchtbestimmungen die im Sinne des Tieres sind. Daher jährliche Mitgliedschaftsgebühren.

- Alle unsere Zuchttiere sind auf PKD getestet. Kosten des Gentests.

- Alle unsere Zuchttiere werden regelmäßig entwurmt, jährlich geimpft und auf Leukose und Katzen AIDS (FIV) getestet

- Wir machen nur wenige aber dafür gut durchdachte Verpaarungen im Jahr

- Unsere Zuchtkatzen werden nicht als Gebärmaschine missbraucht und dürfen nur 1 Mal im Jahr Kitten aufziehen, daher können wir schlecht mit der Quantität unsere Kosten wieder ins rein bringen

- Bei uns werden keine Ups-Würfe produziert, die die Mamakatze auslaugen dafür aber ohne Papiere für weniger Geld und mit weniger Stress über den Hinterhof verkauft werden könnten. Deshalb kommen die Kosten für die Kontrazeptionsmittel dazu.

- wir lassen unsere Zuchttiere vor jeder bevorstehenden Verpaarung testen (Bluttest + ev. Scheiden/Penis-Abstrich)

- Decktaxe für den Kater der Wahl + die Fahrtkosten kommen dazu

- Fachliteratur und Züchterseminare, das Wissen auf das man im Falle der Fälle zurückgreifen kann kostet weiteres Geld.

- wir investieren viel in die Geburtsvorsorge (Homöopathische Mittel, TA-Untersuchungen, Vitaminen, Spezialfutter)

- alle unsere Katzen bekommen nur hochwertiges Prämienfutter! Das sind sie uns wert!

- die möglichen Geburtskomplikationen müssen vorkalkuliert werden. Man kann schlecht nicht vorhandenes Geld aus dem Ärmel ziehen, wenn es zu einem Kaiserschnitt kommt und das Leben der Mutterkatze und noch ungeborenen Kitten gefährdet ist. Für so ein Fall muss immer vorgesorgt werden! Eine Art der Versicherung - Katzenrücklage für den Notfall.

Nach der Geburt. Was kostet die Aufzucht.

- unsere Kitten verlassen erst mit 15-16 (!) Wochen das Zuhause. Dazu muss man sagen, dass bereits ein 12 Wochen altes Kitten genau so viel Futter und Katzenstreu, wenn nicht noch mehr (!) verbraucht wie ein ausgewachsenes Tier!

- 3 malige Entwurmung

- ab der 5-6-ten Lebenswoche bis zu der 13-ten Lebenswoche erhalten unsere Katzenkinder eine Homöopathische Impfung (Grundimmunisierung)

- Mindestens 2 maliger Tierarztcheck

- 2 mal konventionelle Impfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche

- Microchip inkl. Implantation und TASSO Registrierung

- EU-Ausweis, weil unsere Katzen richtige Edelkatzen sind und sehr gut die Autofahrten vertragen, können sie ohne Probleme auch ab und zu in den Urlaub im Ausland mitgenommen werden, dass ist nur mit einem EU-Ausweis möglich.

- Frühkastration, einschließlich Nachsorge.

- Kosten für den Fall, dass die Kleinen eine Infektion durchmachen müssen und von dem Tierarzt behandelt werden müssen, müssen einkalkuliert werden. Eine Art der Versicherung - Katzenrücklage für den Notfall.

- Gesundheitszeugnis

- Stammbaum

- Anzeigekosten, sowie andere Werbemittel (Visitenkarten, Homepagekosten, Telefonkosten)

- Dazu kommt noch viel Zeit die wir in die Aufzucht rein stecken, denn wir haben nur selten mehr als 1 Wurf zu Hause

- Zeit die wir uns für unsere Kittenkäufer nehmen, denn sie dürfen nach dem die Kätzchen 6 Wochen alt sind, uns alle 1,5-2 Wochen besuchen um möglichst viel Zeit mit ihrem zukünftigen Familienmitglied zu verbringen.

- Futterpacket mit dem gewohnten Futter das für mindestens 2 Wochen reichen sollte

- ein Lieblingsspielzeug, Kittendecke und eine Bilder-CD

- Fahrtkosten, denn wir bringen unsere Tiere selbst ins neue Zuhause und da gibt es keine Ausnahmen

- Wir stehen unseren Käufer auch nach dem Auszug unserer Katzenkinder beratend zur Seite


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